Licht  von  gestern . . .

Nur mühsam bahnt sich das tageslicht seinen Weg durch die kleinen fenster.

die alten holzdielen knarren unter der

last der zeit und den vorsichtig gesetzten schritten des Besuchers.

nur zaghaft, leise, und fast scheu betritt man diese andere welt. . .

der staub der Erinnerung , der sich auf die Zeugen längst vergangener tage gelegt

hat, beginnt, sich im halbdunkel der stuben nach und nach seinen platz in der eigenen Wahrnehmung zu erobern.

vorsichtig fährt ein finger über die alten Truhen und kästen, vermeint das ohr das scharren kleiner kinderfüße unter den schulbänken zu hören. . .

der Blumenstrauß auf dem schweren Holztisch und das ticken der küchenuhr,

die irgendwo im dunkel des raumes unaufhaltsam die zeit taktet erzählen von diesem kargen und einfachen leben, das vor allem durch harte arbeit und Entbehrungen geprägt war.

noch sind sie draußen auf dem Feld bei der ernte . . .

ein letztes mal gleitet der blick durch den raum, bleibt an der Uhr hängen, bevor sich der schritt langsam wieder in Richtung tür bewegt. hinaus ins grelle tageslicht, in die

welt voller lärm, der smartphones und all der Hektik. 

               . . . und  morgen

                          sind wir das licht von gestern . . .